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Verbände

BDO (Berufsverband Deutscher Oralchirurgen)

Das berufspolitische Ziel des Verbandes ist die Vertretung der chirurgischen Zahn- Mund- und Kieferheilkunde innerhalb nationaler und internationaler medizinischer und zahnmedizinischer Organisationen, Standesorganisationen, der Politik und in der Öffentlichkeit.

Der BDO tritt dabei für eine umfassende, sich an nationale und internationale Standards orientierende Definition des Fachgebietes unter besonderer Berücksichtigung europäischer Entwicklungen ein.

Die Chirurgie der Zähne, des Mundes und der Kiefer, sowie der benachbarten Gewebe ist oralchirurgisches Fachgebiet.

Leider wurde von der zahnärztlichen Standespolitik in der Vergangenheit und von zahlreichen Standesvertretern bis heute die Bedeutung der zahnärztlichen Chirurgie für das Berufsbild und die zahnärztliche Berufsausübung in ihrer Gesamtheit nicht immer adäquat berücksichtigt.

Über lange Jahre beschäftigte sich die zahnärztliche Berufspolitik zu einseitig mit dem prothetisch-technischen Teilbereich des zahnärztliche Berufsbildes.

Durch Nichterkennen gesundheitspolitischer Tendenzen von Seiten zahlreicher Mandatsträger zahnärztlicher Körperschaften, konnten nach und nach die Ärzte wesentliche Teile der operativen Zahn- Mund- und Kieferheilkunde belegen.

In der im Jahre 1992 erlassenen und 1994 novellierten neuen „Weiterbildungsordnung für Ärzte“ finden sich 2/3 der nachzuweisenden selbständig durchzuführenden Eingriffe, die der zahnärztlichen Chirurgie zuzuordnen sind. Dies gilt besonders für die Traumatologie der ZMK, die bis 1982 ausnahmslos in der zahnärztlichen Gebührenordnung beschrieben war. Die Ärzte dürfen die Zahnheilkunde nach Willen des Gesetztgebers ausüben, sie dürfen sich aber nicht Zahnarzt nennen. Das hatte seinerzeit seefahrtrechtliche Gründe. Statt eines konstruktiven Miteinander zweier verschiedener Gruppierungen innerhalb der Medizin bzw. Zahnmedizin, die im wesentlichen dasselbe Fachgebiet mit Ausnahme der Malignomchirurgie betreiben und sich dem Wettbewerb zu stellen, kam es zum Konfliktdenken, bis hin zu mehrfachen gerichtlichen Auseinandersetzungen, die von den Ärzten für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie betrieben wurden. Die Urteile bestätigten jedoch grundsätzlich die Auffassungen der Zahnärzte für Oralchirurgie und damit auch indirekt die neue Weiterbildungsordnung der Bundeszahnärztekammer von 1997, sowie die Richtlinien der zahnärztlichen Aus- bzw. Weiterbildung der Europäischen Kommission.

Der von namhaften Vertretern der Ärzte für Mund- Kiefer- und Gesichtschirurgie vetretenen Meinung, daß die zahnärztliche Chirurgie nur eine Chirurgie des Alveolarfortsatzes ist und die weiterführende Chirurgie innerhalb der ZMK den Ärzten vorbehalten sei, hat der Berufsverband Deutscher Oralchirurgen immer mit Entschiedenheit zurückgewiesen. Allerdings sei an dieser Stelle nicht verschwiegen, daß es auch standespolitische Strömungen innerhalb der Zahnärzteschaft bis heute gibt, die Zusammenhänge nicht begreifen und aus kurzsichtigen, dem politischen Zeitgeist folgenden Überlegungen, das chirurgische Behandlungsspektrum des Zahnarztes einschränken wollen.

Der BDO versteht sich nicht nur als Vertreter der in zahnärztlicher Chirurgie weitergebildeten „Zahnärzte für Oralchirurgie“, sondern nimmt die Interessenvertretung aller Zahnärzte für die zahnärztliche Chirurgie war.

Gleichwohl ist der BDO bestrebt mit der Ärzteschaft und besonders mit der Bundesärztekammer ein kollegiales Verhältnis in Sinne eines konstruktiven Miteinander, letztlich zum Wohle der uns anvertrauten Patienten und für eine weitere wissenschaftlichen Entwicklung unseres Fachgebietes, zu pflegen.

DGMKG (Deutsche Gesellschaft für Mund-, Kiefer- und Gesichtschirurgie e.V.)

Der Gesamtverband mit über 1900 Mitgliedern ist ein freiwilliger Zusammenschluss dieser Ärzte zur Wahrung, Förderung und Vertretung der wissenschaftlichen, berufspolitischen, wirtschaftlichen und sonstigen gemeinsamen Belange.
 
Zweck des Gesamtverbandes ist die einheitliche und wirkungsvolle Vertretung des Fachgebietes nach innen und außen in Belangen der wissenschaftlichen Darstellung, der berufspolitischen Fragen und der Weiterentwicklung des Fachgebietes in Klinik und Praxis.
 
Auf diesen Seiten wollen wir zum einen die Mitglieder der Gesellschaft umfassend und aktuell unterrichten und den Austausch von Informationen erleichtern und zum anderen auch Patienten und interessierte Laien über dieses ärztliche Fachgebiet informieren.
 
Die Mund.- Kiefer- und Gesichtschirurgie ist eine vorwiegend chirurgische Fachdisziplin, die durch eine hochspezialisierte Ausbildung der anatomischen und funktionellen Komplexität des Gesichtes und der Kiefer Rechnung trägt. Deshalb basiert die Facharztausbildung nach abgeschlossenem Studium der Humanmedizin und Zahnmedizin auf einer mindestens fünfjährigen Weiterbildungszeit. In zwei weiteren Jahren kann die Spezialisierung für plastisch- rekonstruktive Maßnahmen im Kiefer- Gesichtsbereich erfolgen.
 
Die Mund,- Kiefer- und Gesichtschirurgie umfasst die Erkennung, Behandlung, Prävention und Rehabilitation von Erkrankungen, Verletzungen, Frakturen, Fehlbildungen und Formveränderungen der Zähne, der Mundhöhle, der Kiefer und des Gesichtes. Einen besonderen Schwerpunkt bildet dabei die funktionelle (Kauen, Schlucken, Sprechen) und ästhetische Rehabilitation des Patienten.